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Fugenvergussmassen für den Straßenbau – normgerecht, sicher und langlebig

Vergussmassen dichten Fugen und Risse in Verkehrsflächen dauerhaft und wasserdicht ab. Sie schützen die Konstruktion vor Wasser, Frost, Tausalzen und chemischen Substanzen und nehmen durch ihre plastisch oder elastisch eingestellte Konsistenz die Bewegungen aus Temperatur- und Verkehrslasten auf, ohne zu reißen oder sich vom Fugenrand zu lösen. Bei phm innotech erhalten Sie ein vollständiges, aufeinander abgestimmtes System aus BIGUMA®-Fugenvergussmassen und passenden COLZUMIX®-Voranstrichen – je nach Produkt geprüft nach TL Fug-StB bzw. DIN EN 14188 (die genaue Typklasse steht auf der jeweiligen Produktseite).

Was ist eine Fugenvergussmasse?

Ein Fugenverguss schließt die planmäßig angelegte Fuge (Arbeits-, Dehnungs- oder Anschlussfuge) bzw. einen sanierten Riss dauerhaft und wasserdicht ab. Die BIGUMA®-Massen sind bitumenbasiert, haften auf mineralischen und bituminösen Untergründen und lassen sich manuell oder maschinell einbauen. Zum System gehören in der Regel ein Voranstrich (Primer) und – bei tiefen Betonfugen – eine Fugenfüllschnur als Unterfüllstoff; beide sind in der TL Fug-StB ausdrücklich mitgeregelt.

Heißverguss oder Kaltverguss?

HeißvergussKaltverguss (2K)
VerarbeitungIm Kocher auf rund 150–185 °C erhitztZwei Komponenten, ab ca. 5 °C ohne Kocher
AufwandKocher-Equipment, Aufheiz- und Reinigungszeit, i. d. R. 2 Personen1 Person, keine Aufheizzeit
VerkehrsfreigabeNach dem AbkühlenSchnell – Reaktiv 2K in 45–60 Minuten
Ideal fürGroßflächige Sanierungen, hochbelastete FahrbahnenKleine Risse, punktuelle Arbeiten, schwer zugängliche Stellen
BeispielproduktDie BIGUMA®-Heißvergussmassen (siehe Tabelle oben)BIGUMA®-Reaktiv 2K (Kartuschensystem, kein Primer)

Kocher, Vergussgeräte und Zubehör finden Sie in der Kategorie Vergusstechnik für den Fugenverguss.

Welche Masse für welchen Einsatz?

Die DIN EN 14188-1 unterscheidet bei heiß verarbeitbaren Fugenmassen Typ N1 (elastisch, hoch dehnfähig – für Fugen mit viel Bewegung) und Typ N2 (normal bzw. geringer dehnfähig – für klassische Fugen):

EinsatzbereichEmpfohlenes ProduktTyp¹Besonderheit
Asphalt + Beton (Allrounder)BIGUMA®-TL 82N2Ausgewogene Bewegungsaufnahme, sehr gutes Haftvermögen
Asphalt – Fugen und RisseBIGUMA®-Asphalt VergussmasseN2Sehr gutes Fließverhalten, füllt auch schmale, tiefe Fugen
Beton, ohne PrimerBIGUMA®-ConnectN2Ohne Voranstrich; Bewegungsaufnahme bis 25 %, BAM-geprüft
Pflaster- und PlattenbelägeBIGUMA®-N10 PflastervergussmasseStandfest, recycelbar, nach TL Fug-StB
Brücken und IngenieurbauwerkeBIGUMA®-1401N1Nimmt Fugenverformungen bis 35 % auf; Schrammbord, Stahl-/Betonbrücken
Schiene und GleisBIGUMA®-BAB 20 ZTVHaftet an Stahl; Voranstrich mit COLZUMIX®-Haftgrund vorgeschrieben
LAU-/JGS- und BiogasanlagenBIGUMA®-VPD (DIBt-Zulassung)AwSV-konform; nur mit COLZUMIX®-VPD Spezialprimer

¹ Typ nach DIN EN 14188-1, soweit vom Hersteller ausgewiesen. Die genaue Typklasse steht auf der jeweiligen Produktseite.

Primer und Voranstriche

Für maximale Haftung ist bei vielen Heißvergussmassen ein Voranstrich vorgeschrieben oder empfohlen. Der COLZUMIX®-Haftgrund (EN 14188-4 Typ PRH) dringt tief ein, bindet Staub und bildet eine durchgehende Haftbrücke zwischen Untergrund und Fugenmasse. Ohne Primer arbeiten zwei Systeme: die BIGUMA®-Connect auf Beton bzw. mineralischem Untergrund und die kalt verarbeitete BIGUMA®-Reaktiv 2K dank hoher Klebkraft.

Verarbeitung Schritt für Schritt

  1. Fuge reinigen und trocknen – eine dauerhafte Abdichtung entsteht nur bei sauberer Fugenausbildung.
  2. Bei tiefen Betonfugen eine Fugenfüllschnur (Unterfüllstoff) einlegen: Sie begrenzt den Vergussgrad und verhindert ein Verkleben am Fugengrund.
  3. Voranstrich auftragen und ablüften lassen (sofern erforderlich).
  4. Masse heiß (bzw. bei der 2K-Kaltmasse kalt) in die vorbereitete Fuge einbringen.

Normkonforme Verarbeitung: TL Fug-StB und DIN EN 14188

Fugenfüllstoffe für Verkehrsflächen aus Beton, Asphalt und Pflaster regelt die TL Fug-StB (Technische Lieferbedingungen der FGSV) – einschließlich der zum System gehörigen Voranstriche und Unterfüllstoffe. Ergänzend definieren die TP Fug-StB die Prüfungen und die ZTV Fug-StB die Vertragsbedingungen. Die europäische DIN EN 14188 unterscheidet nach Verarbeitungsart: Teil 1 regelt heiß verarbeitbare Fugenmassen (Typen N1 und N2), Teil 2 die kalt verarbeitbaren. Als planbare Alternative oder Ergänzung zum Verguss finden Sie außerdem vorgefertigte Fugenbänder zur Fugenabdichtung.

Häufig gestellte Fragen zu Vergussmasse (FAQ)

Bei den meisten heiß verarbeitbaren Fugenmassen ist ein Voranstrich vorgeschrieben oder empfohlen, um die Haftung sicherzustellen. Der COLZUMIX®-Haftgrund (EN 14188-4 Typ PRH) dringt tief ein, bindet Staub und bildet eine durchgehende Haftbrücke zwischen Untergrund und Masse. Zwei Systeme kommen ohne Primer aus: Die BIGUMA®-Connect benötigt auf Beton bzw. mineralischem Untergrund keinen Voranstrich, und die kalt verarbeitete BIGUMA®-Reaktiv 2K haftet dank hoher Klebkraft ohne Primer. Für LAU-/JGS-Anlagen ist der spezielle COLZUMIX®-VPD Primer zwingend – ausschließlich zusammen mit der BIGUMA®-VPD.
Ja. Die BIGUMA®-Reaktiv 2K-Kaltvergussmasse im Kartuschensystem benötigt dank ihrer hohen Klebkraft keinen Voranstrich. Sie wird kalt verarbeitet, das Kartuschensystem mischt die beiden Komponenten automatisch (kein Anrühren), sie ist lösemittelfrei, zu 100 % reaktiv und schrumpft nicht. Die Verkehrsfreigabe erfolgt in 45–60 Minuten. Damit ist sie besonders für kleinere Risse, Induktionsschleifen und Kleinfugen geeignet, bei denen sich der Aufwand für einen Kocher nicht lohnt. Hinweis: Für dieses Produkt ist keine TL-Fug-StB- oder DIN-EN-Normklasse ausgewiesen – wo eine normkonforme Ausführung gefordert ist, wählen Sie eine entsprechend gekennzeichnete Masse.
Beim Heißverguss wird die Masse im Kocher erhitzt (bei den meisten BIGUMA®-Produkten auf etwa 150–185 °C) und heiß eingebracht. Das eignet sich für großflächige Sanierungen und hochbelastete Fahrbahnen, erfordert aber Kocher-Equipment, Aufheiz- und Reinigungszeit und meist mindestens zwei Personen. Der Kaltverguss besteht üblicherweise aus zwei Komponenten (2K), die erst bei der Anwendung reagieren. Er wird bei Umgebungstemperatur (ab etwa 5 °C) verarbeitet, ist mit einer Person umsetzbar und erlaubt eine schnelle Verkehrsfreigabe – ideal für kleine Risse, punktuelle Fugenarbeiten und schwer zugängliche Stellen. Unsere Kaltmasse ist die BIGUMA®-Reaktiv 2K im Kartuschensystem mit Verkehrsfreigabe in 45–60 Minuten. Normseitig unterscheidet auch die DIN EN 14188 danach: Teil 1 regelt heiß, Teil 2 kalt verarbeitbare Fugenmassen.
Die DIN EN 14188-1 unterscheidet bei heiß verarbeitbaren Fugenmassen zwei Typen: Typ N1 ist elastisch und hoch dehnfähig, Typ N2 ist normal bzw. geringer dehnfähig. Elastisch eingestellte Massen nehmen größere und schnellere Fugenbewegungen auf und werden dort eingesetzt, wo viel Bewegung entsteht – etwa die BIGUMA®-1401 (Typ N1), die Verformungen bis 35 % schadlos aufnimmt. Massen vom Typ N2 wie die BIGUMA®-Asphalt (Typ N2) oder die BIGUMA®-Connect (Typ N2, bis 25 %) eignen sich für klassische Fugen mit geringerer Bewegung.
Eine Fugenvergussmasse dichtet Fugen und Risse in Verkehrsflächen dauerhaft und wasserdicht ab. Sie schützt die Konstruktion vor Wasser, Frost, Tausalzen und chemischen Substanzen und nimmt gleichzeitig die Bewegungen aus Temperatur- und Verkehrslasten auf, ohne zu reißen. Eingesetzt wird sie bei Arbeits-, Dehnungs- und Anschlussfugen sowie bei der Risssanierung auf Asphalt, Beton und Pflaster. Die BIGUMA®-Massen sind bitumenbasiert, haften auf mineralischen und bituminösen Untergründen und lassen sich manuell oder maschinell einbauen. Zum vollständigen System gehören in der Regel ein Voranstrich (Primer) und bei tiefen Betonfugen ein Unterfüllstoff bzw. eine Fugenfüllschnur.
Die TL Fug-StB (Technische Lieferbedingungen der FGSV) legen die Anforderungen, Kennwerte, Grenzwerte und die Güteüberwachung für Fugenfüllstoffe in Verkehrsflächen aus Beton, Asphalt und Pflaster fest – einschließlich der zum System gehörigen Voranstriche und Unterfüllstoffe. Ergänzend regeln die TP Fug-StB die Durchführung und Auswertung der Prüfungen und die ZTV Fug-StB die Vertragsbedingungen. Die europäische DIN EN 14188 unterscheidet nach Verarbeitungsart: Teil 1 regelt heiß verarbeitbare Fugenmassen (mit den Typen N1 und N2), Teil 2 die kalt verarbeitbaren.
Für Fugen und Risse in Asphalt ist die bitumenbasierte BIGUMA®-Asphalt Vergussmasse (Typ N2) die passende Wahl. Sie ist plastisch-elastisch, wird heiß bei rund 160–180 °C verarbeitet und erfüllt TL Fug-StB und DIN EN 14188-1. Dank sehr gutem Fließverhalten füllt sie auch schmale und tiefe Fugen zuverlässig. Bei kleineren Rissen oder Induktionsschleifen, bei denen kein Kocher zur Verfügung steht, ist die kalt verarbeitete BIGUMA®-Reaktiv 2K eine schnelle Alternative. Als vielseitige Standard-Fugenmasse für Asphalt- und Betonfugen steht zudem die BIGUMA®-TL 82 (Typ N2) bereit.
Für Brücken und Ingenieurbauwerke werden elastische, heiß verarbeitbare Fugenmassen vom Typ N1 eingesetzt, weil sie größere Fugenbewegungen aufnehmen. Bei phm innotech ist das die BIGUMA®-1401 elastische Brückenvergussmasse (Typ N1): Sie nimmt Fugenverformungen bis 35 % schadlos auf, wird heiß bei etwa 160–180 °C verarbeitet und erfüllt TL Fug-StB und DIN EN 14188-1. Vorgesehen ist sie insbesondere für den Schrammbordbereich auf Beton- und Stahlbrücken sowie wenig oder nicht befahrene Flächen. Sie ist alterungs-, witterungs- und chemikalienbeständig (Salze, verdünnte Säuren); ein Voranstrich mit COLZUMIX®-Haftgrund wird empfohlen.
In Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (LAU-/JGS-Anlagen, Fahrsilos, Biogasanlagen) sind Fugenvergussmassen mit wasserrechtlicher Eignung und DIBt-Zulassung erforderlich. Die BIGUMA®-VPD erfüllt die AwSV und die DIN EN 14188-1 und besitzt allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen des DIBt (Z-74.6-93 und Z-74.62-158). Sie ist plastisch-elastisch, wird heiß bei etwa 150–180 °C verarbeitet, ist innen und außen einsetzbar und beständig gegen Salze, verdünnte Säuren sowie Gärsubstrate und Silagesickersäfte. Wichtig: Sie wird ausschließlich mit dem COLZUMIX®-VPD Spezialprimer verarbeitet und nicht mit anderen Massen gemischt.
Für Fugen auf Betonflächen bietet sich die BIGUMA®-Connect (Typ N2) an: Auf mineralischem Untergrund – vor allem Beton – kann sie ohne Voranstrich verarbeitet werden und spart so einen Arbeitsschritt. Sie ist plastisch-elastisch (Bewegungsaufnahme bis 25 %), erfüllt TL Fug-StB und DIN EN 14188-1, ist zusätzlich von der BAM geprüft und beständig gegen Wasser, Salze und verdünnte Säuren. Für Beton-/Stahlbrücken im Schrammbordbereich ist dagegen die elastische BIGUMA®-1401 (Typ N1) ausgelegt. Eine vielseitige Standard-Fugenmasse für beide Untergründe ist die BIGUMA®-TL 82 (Typ N2).
Eine dauerhafte Abdichtung entsteht nur bei sauberer Fugenausbildung. Zunächst wird die Fuge gereinigt und getrocknet. Bei tiefen Betonfugen legt man eine Fugenfüllschnur (Unterfüllstoff) ein: Sie begrenzt die Fugentiefe bzw. den Vergussgrad und verhindert, dass die Masse am Fugengrund verklebt. Anschließend wird – sofern erforderlich – der Voranstrich aufgetragen und ablüften gelassen. Danach bringt man die Masse heiß (bzw. bei der 2K-Kaltmasse kalt) in die vorbereitete Fuge ein. Diese System-Bestandteile (Voranstrich und Unterfüllstoff) sind in der TL Fug-StB mitgeregelt. Die passenden Geräte finden Sie in der Kategorie Vergusstechnik; als vorgefertigte Alternative zum Verguss dienen Fugenbänder.
Für Fugen zwischen Schiene und angrenzendem Belag – etwa bei Straßenbahnen und innerstädtischen Bahntrassen – eignet sich die BIGUMA®-BAB 20 ZTV Schienenvergussmasse. Sie ist polymermodifiziert, plastisch-elastisch, wird heiß bei rund 165–185 °C verarbeitet und ist TL Fug-StB-konform für den öffentlichen Verkehrsraum. Sie haftet gut an Stahl und mineralischen Flächen und schließt an Pflaster, Asphalt und Beton an. Ein Voranstrich mit COLZUMIX®-Haftgrund ist dabei vorgeschrieben, um die Anbindung an den Schienenflansch sicherzustellen.