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Ausgleichsmassen & Fertigschlämmen für Asphaltflächen

Straßenbau-Material auf Bitumenbasis zum Versiegeln, Ausgleichen und Reparieren von Asphaltflächen – keine Boden- oder Estrich-Ausgleichsmasse (Fließspachtel). Drei Aufgaben, vier gebrauchsfertige Produkte:

Welches Produkt für welche Aufgabe?

Produkt Wofür Verbrauch Gebinde
Fertigschlämme EVersiegeln offenporiger/ausgemagerter Asphaltdecken (TL sbit-StB)0,8–1,5 kg/m² je Lage30-kg-Eimer
Fertigschlämme SFVersiegeln bei chemischer Belastung / LAU-Anlagen0,8–1,5 kg/m² (zweilagig 1,6–2,7)30-kg-Eimer
Rep FlüssigasphaltNiveauausgleich: Mulden, Spurrinnen, Schächtenach Schichtstärke19,2 / 20,2 kg (0/3 · 0/5 mm)
C-CS RissmasseEinzelne Risse ab 2 mm Breiteca. 0,2 kg je lfm30-kg-Gebinde

Asphalt versiegeln – Fertigschlämmen (E & SF)

Fertigschlämmen reichern die Oberfläche mit Bindemittel an, verschließen Poren und schützen vor eindringendem Wasser – das verlängert die Lebensdauer der Deckschicht. Die Fertigschlämme E ist der geprüfte Standard (TL sbit-StB); bei chemischer Belastung – LAU-Anlagen, Tankstellen- und Umschlagflächen – hält die Fertigschlämme SF zusätzlich Laugen, Säuren und Treibstoffen stand.

So wird versiegelt:

  1. Untergrund reinigen, staubfrei und gut verdichtet herstellen; frisch verlegten Asphalt vorher rund 4 Wochen bewittern.
  2. Auf saugenden oder älteren Belägen die erste Lage verdünnt als Voranstrich aufziehen.
  3. Schlämme aufrühren und als dünne Lage mit dem Gummischieber scharf über das Korn abziehen – nicht dick auftragen oder profilieren. Für mehr Griffigkeit bis zu 10 % lehmfreien Sand 0/2 einmischen oder frisch mit Edelbrechsand abstreuen.
  4. Bei trockener Witterung ab +10 °C arbeiten; jede Lage trocknet in etwa 2–4 Stunden – die zweite Lage folgt erst nach vollständiger Durchtrocknung.

Mulden & Höhenversatz ausgleichen – Niveauausgleich

Für den Niveauausgleich von Mulden, Spurrinnen, Senken und über- oder eingesackten Schachtabdeckungen dient der kaltverarbeitbare Rep Flüssigasphalt. Anders als die dünn aufgezogene Schlämme wird er in der benötigten Schichtstärke eingebaut – ohne Walze oder Rüttelplatte, ausziehbar bis auf Null und nach kurzer Zeit belastbar.

Einzelne Risse schließen

Netz- und Einzelrisse ab etwa 2 mm Breite schließt die hochelastische C-CS Rissmasse: kalt mit dem Handziehschuh über den Riss abgezogen, mit trockenem Edelsplitt abgestreut, Verkehrsfreigabe nach rund 30 Minuten.

Reihenfolge bei der Komplett-Instandsetzung

  1. Risse schließen – C-CS Rissmasse
  2. Höhenversatz ausgleichen – Rep Flüssigasphalt
  3. Gesamtfläche versiegeln – Fertigschlämme E bzw. SF

Reaktives Reparaturmaterial für Schlaglöcher finden Sie unter Kaltmischgut / Kaltasphalt, Emulsionen und Voranstriche unter Bitumenemulsion.

Häufig gestellte Fragen zu Ausgleichsmasse und Schlämme (FAQ)

Versiegelt wird bei trockener Witterung und einer Mindesttemperatur von +10 °C. Frisch verlegter Asphalt sollte vor dem Versiegeln rund vier Wochen bewittern, damit er ausreichend abtrocknet und die Schlämme gut haftet. Bei großer Hitze wird die Decke vor dem Auftrag leicht angefeuchtet.
Die Fertigschlämmen E und SF sowie die C-CS Rissmasse werden im 30-kg-Gebinde geliefert (die Fertigschlämmen als Eimer). Der BIGUMA®-Rep Flüssigasphalt kommt gebrauchsfertig als 19,2-kg-Gebinde (Körnung 0/3) bzw. 20,2-kg-Gebinde (Körnung 0/5).
Eine Fertigschlämme wie die BIGUMA®-Fertigschlämme E versiegelt die Oberfläche flächig und schließt Poren – sie wird dünn mit dem Gummischieber abgezogen, ohne Schichtaufbau. Zum Auffüllen von Mulden, Ausbrüchen und Höhenunterschieden dient dagegen der BIGUMA®-Rep Flüssigasphalt, der in der benötigten Schichtstärke eingebaut wird. Beide sind kalt verarbeitbar.
Für Asphaltflächen mit chemischer Belastung – etwa in LAU-Anlagen, an Tankstellen oder auf Umschlagflächen – ist die BIGUMA®-Fertigschlämme SF vorgesehen. Sie ist beständig gegen Laugen, Säuren und aggressive Flüssigkeiten, thixotrop eingestellt und lösemittelfrei.
Der Untergrund muss sauber, staubfrei und verdichtet sein. Die Fertigschlämme wird aufgerührt und als dünne Lage mit dem Gummischieber scharf über das Korn abgezogen; saugende oder ältere Beläge erhalten zuerst einen verdünnten Voranstrich. Gearbeitet wird bei trockener Witterung ab +10 °C. Jede Lage ist nach etwa 2 bis 4 Stunden getrocknet und befahrbar; eine zweite Lage folgt erst nach vollständiger Durchtrocknung.
Der Verbrauch hängt von der Rautiefe des Asphalts ab und liegt bei rund 0,8 bis 1,5 kg/m² je Lage. Bei zweilagigem Auftrag – etwa auf sehr offenporigen Decken – sind es entsprechend ca. 1,6 bis 2,7 kg/m² insgesamt. Je rauer und offenporiger die Oberfläche, desto höher der Verbrauch.
Für den Niveauausgleich von Mulden, Ausbrüchen und Höhenunterschieden – etwa an Schächten und Einläufen – eignet sich der kaltverarbeitbare BIGUMA®-Rep Flüssigasphalt. Er wird ohne Walze oder Rüttelplatte in der benötigten Schichtstärke eingebaut, ist in den Körnungen 0/3 und 0/5 mm erhältlich und nach kurzer Zeit belastbar.