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Fugenbänder für den Asphaltbau: Neubau und Sanierung

Fugenbänder dichten im Asphaltstraßenbau Anschluss- und Arbeitsfugen dauerhaft ab und stellen den Verbund zwischen zwei unterschiedlichen Belägen oder zwischen Asphalt und Einbauten her. Die anschmelzbaren, polymermodifizierten Bitumenbänder bilden eine elastische, wasserdichte „weiche Fuge", die Bewegungen aus Temperaturwechsel und Verkehr aufnimmt und so das Eindringen von Wasser in den Aufbau verhindert. Bei phm innotech erhalten Sie Fugenbänder gemäß den Anforderungen der TL Fug-StB – vom Standardband für den Asphaltanschluss über das Band mit integrierter Montagehilfe bis zum passenden Primer.

Wo Fugenbänder eingesetzt werden

  • Anschlussfugen zwischen neuem und bestehendem Asphalt – etwa an Aufgrabungen, Flickstellen oder bei abschnittsweisem Einbau
  • Arbeitsfugen zwischen benachbarten Einbaubahnen
  • Anschlüsse an Einbauten wie Schächte, Rinnen, Bordsteine sowie Beton- und Mauerwerksflanken

Fugenbänder eignen sich für den Neubau ebenso wie für Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Ihr rechteckig vorgeformtes Profil erleichtert die gleichmäßige, schnelle Verlegung auf der Baustelle und sorgt für eine sauber ausgebildete Fuge. Für den Asphaltstraßenbau werden dabei nahezu ausschließlich anschmelzbare Bänder verwendet: Sie werden mit Flamme oder Heißluft angeschmolzen und an die Fugenflanke angedrückt, wodurch ein vollflächiger, thermischer Verbund mit dem heißen Asphalt entsteht – die Bauweise, auf die die TL/ZTV Fug-StB abzielen. Alle Fugenbänder in diesem Sortiment sind anschmelzbare Bänder für den Verkehrsflächenbau.

Welches Band passt?

  • BIGUMA®-Band – das Standardband für dichte Asphaltanschlüsse, polymermodifiziert und TL-Fug-StB-konform; 11 Abmessungen von 25 × 8 bis 60 × 10 mm
  • BIGUMA®-Band Plus – mit integrierter Montagehilfe, ohne vorheriges Erwärmen verlegbar; hohe Bewegungsaufnahme, 16 Abmessungen von 40 × 5 bis 60 × 20 mm. Ideal für zeitkritische Einbausituationen.
  • COLZUMIX®-VFB Primer – der lösemittelhaltige Haftgrund für einen sicheren Haftverbund auf Asphalt, Beton oder mineralischen Flanken
  • phm® Rissvergussband – das anschmelzbare Bitumenband zum Aufbrennen, für die Sanierung von Rissen und schmalen Fugen im Asphalt

Welche Abmessung ist die richtige?

Die Bezeichnung liest sich Bandhöhe × Banddicke. Die Höhe richtet sich nach der Deckschichtdicke – laut Hersteller-Merkblatt (PDF): bei Walzasphalt Schichtdicke + 5 mm (der Überstand bildet beim Walzen den dichtenden „Nietkopf"), bei Gussasphalt mit Abstreusplitt höhengleich zur Schicht, ohne Abstreusplitt 5 mm weniger. Beispiel: 4 cm Walzasphalt-Deckschicht → 45er-Band. Bei der Dicke sind 10 mm der Standard für befahrene Verkehrsflächen (Mindestmaß nach ZTV Fug-StB 15); 8 mm sind für Geh- und Radwege üblich (als vereinbarte Abweichung).

Als schnelle Orientierung – die empfohlene Bandhöhe je nach Deckschichtdicke und Einbauart:

Deckschichtdicke Walzasphalt Gussasphalt, mit Splitt Gussasphalt, ohne Splitt
2,5 cm30 mm25 mm25 mm
3 cm35 mm30 mm25 mm
4 cm45 mm40 mm35 mm
5 cm60 mm50 mm45 mm

Bandhöhe in mm, aufgerundet auf die nächste lieferbare Höhe. Bei Deckschichten über 5 cm oder Sonderfällen beraten wir Sie gern.

Wie viel Band brauche ich?

Einfache Rechnung: Fugenlänge in Metern ÷ Meter pro Karton = Anzahl Kartons (aufrunden). Die Kartoninhalte je Abmessung:

Abmessung (Höhe × Dicke) Inhalt je Karton Erhältlich als
25 × 8 mm78 mBand + Band Plus
25 × 10 mm70 mBand + Band Plus
30 × 8 mm73 mBand + Band Plus
30 × 10 mm63 mBand + Band Plus
35 × 8 mm63 mBand + Band Plus
35 × 10 mm48 mBand + Band Plus
40 × 5 mm50 mnur Band Plus
40 × 8 mm48 mBand + Band Plus
40 × 10 mm40 mBand + Band Plus
40 × 15 mm28 mnur Band Plus
45 × 10 mm40 mBand + Band Plus
50 × 5 mm40 mnur Band Plus
50 × 8 mm36 mnur Band Plus
50 × 10 mm31 mBand + Band Plus
60 × 10 mm33 mBand + Band Plus
60 × 20 mm14 mnur Band Plus

Anforderungen nach TL Fug-StB und ZTV Fug-StB

  • Die TL Fug-StB (Technische Lieferbedingungen der FGSV) legt die Materialanforderungen an den Fugenfüllstoff fest – also die Eigenschaften, die ein normkonformes Fugenband erfüllen muss.
  • Die ZTV Fug-StB regelt die Herstellung der Fuge auf der Baustelle: Fugenausbildung, Untergrundvorbereitung und den erforderlichen Voranstrich.

Die Bänder in diesem Sortiment sind auf die Anforderungen der TL Fug-StB abgestimmt. Für einen normgerechten Einbau nach ZTV Fug-StB ist auf saugenden oder staubigen Flanken ein Primer (Haftvermittler) vorzusehen.

So wird eingebaut

  1. Fugenflanke säubern, trocknen und – wo erforderlich – mit dem Primer voranstreichen
  2. Band in Höhe der geplanten Deckschicht auf die Flanke setzen (bei Bändern mit Montagehilfe entfällt das vorherige Erwärmen)
  3. Bandoberfläche mit Flamme oder Heißluft anschmelzen und satt an die Flanke andrücken
  4. Heißen Asphalt gegen das angeschmolzene Band einbauen und verdichten – Band und Belag verschmelzen zur dichten Fuge

Praxishinweis: Eingebaut wird nur auf trockener Flanke und ab etwa 5 °C Bauteiltemperatur; bei 0–5 °C sind Zusatzmaßnahmen wie das Vorwärmen der Flanke nötig. Das verlegte Band bis zum Asphalteinbau vor Baustellenverkehr schützen (lt. Hersteller-Merkblatt).

Die Bänder sind beständig gegen Tausalze, verdünnte Säuren und wässrige Lösungen und behalten ihre Dichtwirkung auch bei Temperaturwechseln.

Band oder Vergussmasse?

Ein vorgeformtes Fugenband ist die richtige Wahl für definierte, gleichmäßige Anschluss- und Arbeitsfugen. Für breitere oder unregelmäßige Fugen sowie den maschinellen Verguss größerer Mengen sind gießbare Fugenvergussmassen die passende Lösung; die zugehörige Verarbeitungstechnik finden Sie in der Kategorie Vergusstechnik. Für angrenzende Gewerke des Straßenbaus führt phm innotech außerdem Gussasphalt und Bitumenemulsion als Haft- und Anspritzmittel.

Häufig gestellte Fragen zu Fugenbänder (FAQ)

Für den Asphaltstraßenbau werden fast ausschließlich anschmelzbare Fugenbänder verwendet. Sie werden mit Flamme oder Heißluft angeschmolzen und an die Fugenflanke angedrückt, wodurch ein vollflächiger, thermischer Verbund mit dem heißen Asphalt entsteht – die Bauweise, auf die die TL/ZTV Fug-StB ausgelegt sind. Alle Fugenbänder in unserem Sortiment sind anschmelzbare Bänder für den Verkehrsflächenbau. Ein typisches anschmelzbares Band für den Straßenbau ist das BIGUMA®-Band.
Beide sind anschmelzbare, TL-Fug-StB-konforme Bitumen-Fugenbänder. Das BIGUMA®-Band ist das Standardband für dichte Anschlussfugen und in Abmessungen von 25 × 8 mm bis 60 × 10 mm erhältlich. Das BIGUMA®-Band Plus besitzt eine integrierte Montagehilfe und lässt sich dadurch ohne vorheriges Erwärmen verlegen – ideal für zeitkritische Einbausituationen; es bietet eine hohe Bewegungsaufnahme und 16 Abmessungen von 40 × 5 mm bis 60 × 20 mm. Für schmale Risse eignet sich stattdessen das Rissvergussband.
Für einen normgerechten Einbau nach ZTV Fug-StB ist auf saugenden, staubigen oder mineralischen Flanken ein Primer (Haftvermittler) vorzusehen. Er verbessert die Haftung des Bandes auf Asphalt, Beton oder mineralischem Untergrund und sichert einen dauerhaften Verbund. Passend dazu ist der lösemittelhaltige COLZUMIX®-VFB Primer, der schnell trocknet und einfach zu verarbeiten ist.
Ein vorgeformtes Fugenband ist die richtige Wahl für definierte, gleichmäßige Anschluss- und Arbeitsfugen. Für breitere oder unregelmäßige Fugen und den maschinellen Verguss größerer Mengen eignen sich gießbare Fugenvergussmassen; die passende Vergusstechnik zum Erhitzen und Vergießen finden Sie in der zugehörigen Kategorie. Für die Sanierung einzelner Risse ist das anschmelzbare Rissvergussband gedacht.
Die Bandhöhe richtet sich nach der Dicke der Asphaltschicht, die Breite nach der Fugensituation. Das BIGUMA®-Band ist in Abmessungen von 25 × 8 mm bis 60 × 10 mm erhältlich, das BIGUMA®-Band Plus in 16 Abmessungen von 40 × 5 mm bis 60 × 20 mm. Faustregel nach Hersteller-Merkblatt: Bei Walzasphalt Bandhöhe = Deckschichtdicke + 5 mm (der Überstand bildet beim Walzen den dichtenden „Nietkopf"), bei Gussasphalt mit Abstreusplitt höhengleich, ohne Abstreusplitt 5 mm weniger.
Es sind zwei Regelwerke der FGSV für Fugen in Verkehrsflächen. Die TL Fug-StB (Technische Lieferbedingungen) legt die Materialanforderungen an den Fugenfüllstoff fest – also, was ein normkonformes Fugenband erfüllen muss. Die ZTV Fug-StB (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien) regelt die Herstellung der Fuge auf der Baustelle, einschließlich Untergrundvorbereitung und Voranstrich. Die Bänder in der Kategorie Fugenbänder sind auf die Anforderungen der TL Fug-StB abgestimmt.
Ein Bitumen-Fugenband ist ein vorgeformtes, anschmelzbares Band aus polymermodifiziertem Bitumen, das im Asphaltstraßenbau Anschluss- und Arbeitsfugen dauerhaft abdichtet. Es bildet eine elastische, wasserdichte „weiche Fuge", die Bewegungen aus Temperaturwechsel und Verkehr aufnimmt und so das Eindringen von Wasser in den Aufbau verhindert. Eingesetzt wird es beim Anschluss von neuem an bestehenden Asphalt, zwischen Einbaubahnen sowie an Bauteilen wie Schächten, Rinnen und Bordsteinen. Eine Übersicht aller Bänder finden Sie in der Kategorie Fugenbänder.
Zunächst wird die Fugenflanke gesäubert, getrocknet und – wo nötig – mit Primer vorangestrichen. Anschließend setzt man das Band auf die Flanke, schmilzt die Oberfläche mit Flamme oder Heißluft an und drückt es satt an, sodass ein vollflächiger Verbund entsteht. Zuletzt wird der heiße Asphalt gegen das angeschmolzene Band eingebaut und verdichtet – Band und Belag verschmelzen zur dichten Fuge. Bei Bändern mit Montagehilfe wie dem BIGUMA®-Band Plus entfällt das vorherige Erwärmen.